Website erstellen: Template oder massgeschneidert?

Vorgefertigte Designmodule für Ihre Unternehmens-Website gibt es wie Sand am Meer. Manche Templates werden sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Warum sollten Sie dann viel Geld für eine maßgeschneiderte Website ausgeben?

Templates bieten viele Vorteile. Sie sind technisch erprobt und fertige Voreinstellungen sind installiert: für unterschiedliche Bildschirmgrößen, für mobile Versionen. Das meiste automatisch. Mit wenigen Klicks lässt sich alles an Ihre CI anpassen. Sogar nach Branchen können Sie ein Template auswählen. Und die Community ist riesig. Sollte es einmal ein technisches Problem geben – Lösungen sind in der Regel sofort parat.

Diese Einfachheit ist verlockend

Mit einem Klick sind die Bilder in der Website. Mit einem zweiten Klick der Text. Mit dem dritten Klick ist alles online. Der Aufwand fürs Erstellen einer Website ist radikal verkürzt.

Aber: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass beispielsweise Websites von Immobilienmaklern oft sehr sehr ähnlich aussehen? Ein Tanzparkett der Austauschbarkeit.

Das ist der Nachteil von Templates: Man kann zwar an die eigene CI anpassen, es bleibt aber im Prinzip doch immer das Template, das womöglich auch zehntausende andere nutzen.

Wieviel Individualität ist machbar?

Wenn unterschiedliche Websites ähnlich aussehen, also förmlich nach „Template xy“ riechen, dann ist das erste Signal: Ich mache auch nur das, was die anderen machen.

Deshalb rate ich Ihnen aber nicht zwangsläufig von Templates ab. Denn was ist die Alternative? Sie könnten eine massgeschneiderte Website aufbauen lassen. Dazu sollten Sie im Hinterkopf behalten: zum einen ist es recht teuer, das passt nicht in jedes Budget. Zum anderen macht man sich in vielen Fällen vom Programmierer abhängig, da er der einzige ist, der sich in Ihrem Werk auskennt. Gerade dann, wenn Sie sich von einem Programmierer trennen wollen oder müssen, kann es schwierig sein, einen anderen Spezialisten zu finden, der genau da einsteigt, wo der andere aufgehört hat.

Lösung: Templates, die nicht nach Templates aussehen.

Statt sich damit zu begnügen, ein Template ein bisschen an Ihre CI anzupassen, gehen Sie besser ganz anders an das Thema heran.

Ändern Sie einfach die Reihenfolge im Denken. Suchen Sie sich nicht zuerst ein schönes Template aus, das Ihnen gefällt, sondern fangen Sie mit der Konzeption der Website an. Unabhängig davon, wie diese später aussieht.

Was wollen Sie erreichen? Wen ansprechen? Wie ansprechen? Wie sollten Inhalte formuliert werden. Welche Bilder wollen Sie verwenden? Und so weiter.

Am Ende werden Sie genau wissen, was Sie vorhaben und haben auch schon einen Plan, wie die Website strukturiert sein muss. Erst wenn Sie soweit sind, suchen Sie sich das Template, das am besten zu Ihren Anforderungen passt und lassen Sie das dann von einem Programmierer so überarbeiten, dass alle Ihre Punkte berücksichtigt sind.

Sie werden sehen: Ihr Endergebnis basiert zwar immer noch auf einem Template, das viele nutzen, es wird aber doch auf den ersten Blick ganz anders, einzigartig aussehen.

Nicht erst klicken, sondern erst konzipieren.

In Templates rumklicken, um Farben anzupassen und Ihr Logo einzubauen, wird kaum eine überzeugende Website ergeben. Kümmern Sie sich im ersten Schritt um die Konzeption – oder beauftragen Sie einen Profi damit. Ein versierter freier Grafiker kann Sie dabei unterstützen.

No Comments

Post A Comment